Verschiedenes…

Ich befasse mich nebenbei gerne mal mit ein wenig Fotografie. Nachdem ich mir nun genug diffuses Licht für Innen-Aufnahmen von Gegenständen und kleineren Arrangements beschafft habe, kann es im Grunde losgehen mit den Experimenten. Hintergründe und Unterlagen sind dabei ein wichtiger Punkt. Für eine sandige Unterlage habe ich eine einfache Idee umgesetzt, die für den ersten Versuch auch recht brauchbare Ergebnisse liefert. Aus einem alten Pappkarton die Seitenwand herausgeschnitten, ca. 310 x 460 mm. Zeitung drunter ausgebreitet und die Pappe satt mit Sprühkleber besprüht. Und hier gleich die erste Falle… Da ich den Kleber recht dick und deckend auftragen musste war die sehr teure Sprayflasche schnell am Ende. Hier sollte man also auf das Preis- Leistungs-Verhältnis achten und zu anderen Sorten Sprühkleber greifen. Vergleich: 500 ml Sprühkleber von Weicon für 6,45 Euro (Amazon) versus 200 ml von Uhu für 7,95 Euro (Obi). Nach dem Auftrag des Klebers habe ich einfach Vogelsand aufgestreut. Der Vogelsand ist mit ca. 80 Cent recht billig in jedem Supermarkt zu haben. Das ganze über Nacht trocknen lassen und dann den überschüssigen Sand von der Pappe kippen. Die erste Schicht deckte hier noch nicht genug und das Ganze wurde wiederholt. Die Zweite Schicht war dann ausreichend. Das Ergebnis sieht dann so aus: 

DIY Foto-Hintergrund

DIY Foto-Hintergrund

Wüsste ich es nicht besser würde ich sagen hier hat jemand die Kamera am Strand nach unten gehalten. Störende Anteile des Vogelsandes lassen sich leicht lösen und entfernen. Ich werde das Ganze später nochmal wiederholen und ein wenig verändern. Mit dünnem Holz als Grundlage biegt es sich nicht so leicht und der Sand bleibt besser haften. Außerdem überlege ich den Sand vorher noch zu sieben, damit eine feinere Oberfläche entsteht. Für den Fotografen interessant: durch das gleichmäßige Muster und Farbe des Sandes kann man zwei Dinge recht gut erkennen. Erstens das Schärfeverhalten des Objektives zum Rand hin und zweitens den Vignetten-Effekt. Zum Abschluss hier noch ein kleines Arrangement als Einsatz-Beispiel:  

Explorers Gear

Explorers Gear

Holz ist zäh und geduldig, wie Leder. Und weil man aus altem Holz noch sehr viel rausholen kann, sieht man in letzter sehr häufig Objekte aus „reclaimed wood“ / „reclaimed lumber“. Ganz groß natürlich im Moment alle möglichen Dinge aus alten Paletten. Die Idee altes Holz nochmal zu verwenden ist wirklich sehr zu begrüßen und gefällt mir außerordentlich. Da ich weder die Fähigkeiten noch Möglichkeiten eines Schreiners besitze kann ich natürlich nur kleine, einfache Dinge aus altem Holz machen. Aber, besser als nix, oder!? Jedenfalls hab ich mir schon vor einem viertel Jahr ein gammliges Brett aus dem Dreck einer Baustelle gemopst und nun zu einem Schlüsselbrett verwurstet.

Erst mal den Dreck mit einer Drahtbürste runtergeputzt, Bohrungen angezeichnet und gebohrt, auf Länge gesägt, Haken (Altmessing-Look) eingeschraubt und auf der Rückseite mit der Eisensäge die überstehenden Schrauben abgetrennt. Viola, simple aber effektvoll. 

Schluesselbrett

Schluesselbrett

Übrigens, alte Paletten bekommt man mitunter recht günstig auf Ebay. Beispiel: 50 Europaletten, Startgebot 1 Euro, Selbstabholer. Mit etwas Glück ergattere ich mal ein paar Paletten preiswert und mich küsst die Muse daraus was größeres zu bauen. Mal schauen…



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